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Forschungsinformationssystem Agrar und Ernährung

Informationsportal des Bundes und der Länder

Gemeinsame Programmplanungsinitiative für Landwirtschaft, Ernährungssicherheit und Klimawandel

Rahmenprogramm


Initiator: Europäischer Rat

Bedeutende gesellschaftliche Herausforderungen im Kontext des Klimawandels, der Globali-sierung, der Rohstoffverknappung sowie des demographischen Wandels haben globale Dimensionen und erfordern gemeinsame, länderübergreifende Lösungen. Hier greift die europäische Initiative des 'Joint Programming' ein mit dem Ziel den Europäischen Forschungsraum zu vernetzen, Forschungsprogramme auf nationaler und europäischer Ebene zu verknüpfen und eine gemeinsame Programmplanung zu betreiben. Im Dezember 2009 wurde durch den Europäischen Rat die erste Welle von Joint Programming Initiativen (JPI) beschlossen, zu denen auch die JPI 'Agriculture, Food Security and Climate Change' (FACCE-JPI) gehört.

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Forschungsbereich:

Anpassung an den Klimawandel

Forschungsteilbereiche:

Integrierte Nahrungsmittelsysteme und Bioökonomieperspektive, biophysikalische und sozioökonomische Modellierung kombiniert mit Forschungspolitkperspektiven

Integrierte Risikoanalyse der europäischen Landwirtschaft (und Nahrungsmittelsysteme) in Zeiten des Klimawandels: Versuchsantworten auf Volatilität sowohl von natürlichen als auch Markt-Phänomenen

Auswirkungen des globalen Wandels und die Widerstandsfähigkeit der Nahrungsmittelsysteme (von der Wertschöpfungskette bis zum Verbraucher)

Europas Rolle in den internationalen Märkten, Preisvolatilität, Auswirkungen auf die globale Ernährungssicherheit

Entwicklung kontrastierter Szenarien unter Einbeziehung von Auffassungen und politischem Dialog

Kombination von Beobachtungen, Experimenten und Modellierung durch die Entwicklung geeigneter europäischer Forschungsinfrastrukturen

Forschungsbereich:

Nachhaltige Ernährungssicherung in Zeiten des Klimawandels

Forschungsteilbereiche:

Bereitstellung von neuen Ansätzen zur Verbesserung der landwirtschaftlichen Betriebsführung und für die nachhaltige Intensivierung der landwirtschaftlichen Systeme, aber auch für low-input ökologisch wertvolle Systeme in Europa unter dem gegenwärtigen und

Verständnis der jüngsten Ertragtrends in Europa, unter Berücksichtigung der Veränderungen der Kosten und Preise und Forschungsinvestitionen sowie Veränderungen in der Umwelt, Management und Genotypen

Benchmarking der Effizienz der Ressourcennutzung (Wasser, Boden, Stickstoff, Energie) nach Genotyp x Umwelt (einschließlich Klima) x Management-Kombinationen in ganz Europa

Beurteilung und Steigerung der Effizienz der Nutzung biologischer Ressourcen von pflanzlichen und tierischen Systemen, Erhöhung der Gesamtfaktorproduktivität

Kombination von Nutzpflanzen und -tieren für eine nachhaltige Intensivierung

Low input, höherere Effizienz von Sorten und Rassen

Wissensbasierte IT-Innovationen in der Landwirtschaft

Verbessertes Verständnis und Kontrolle von Bodenfunktionen und biotischen Interaktionen in Feld-Landschafts-Skalen

Forschungsbereich:

Bewertung und Reduzierung von Trade-offs zwischen Nahrungsmittelversorgung, Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen

Forschungsteilbereiche:

Bereitstellung neuer Ansätze für den verstärkten Einsatz der funktionellen Biodiversität in landwirtschaftlichen Systemen (z.B. Zwischenfrüchte, Mischungen, konservierende Bodenbewirtschaftung...)

Entwicklung von Methoden zur Beurteilung und Bewertung von Biodiversität und Ökosystem-Waren und -Dienstleistungen (z.B. Kohlenstoff-Sequestrierung, Wasserspeicherung ...) in intensiven landwirtschaftlichen Systemen

Entwicklung von Konzepten zur Optimierung des Trade-off zwischen Landwirtschaft und Ökosystemleistungen in einer variablen Umwelt (Klimawandel, Volatilität...) sowie auf Ebene landwirtschaftlicher Betriebe und der Landschaft

Entwicklung einer soliden Wissensbasis für die Bereitstellung öffentlicher Güter durch die europäische Landwirtschaft, so dass Ökosystemleistungen effizient und effektiv geliefert werden

Forschungsbereich:

Umweltverträgliches Wachstum und Intensivierung der Landwirtschaft

Forschungsteilbereiche:

Anpassung an den Klimawandel und eine erhöhte Klimavariabilität in der gesamten Lebensmittelkette, einschließlich Auswirkungen auf den Markt

Anpassung regionaler Produktionssysteme an den Klimawandel

Anpassen von Sorten und Rassen durch konventionelle Züchtung und Biotechnologie an neue Kombinationen von Umwelt und Management: z.B. abiotischen Stress, erhöhtes CO2

Überwachung von Schädlingen und Krankheiten und Entwicklung eines klimageprägten Pflanzen- und Tierschutz

Adaptives Wassermanagement in der Landwirtschaft, Wasserbewirtschaftung, Hochwassermanagement, Bewässerungstechnologien, Wiederverwendung von Wasser

Anpassung der Lebensmittelverarbeitung und des Handels, der Märkte und Institutionen an eine erhöhte Klimavariabilität und den Klimawandel

Forschungsbereich:

Mitigation des Klimawandels

Forschungsteilbereiche:

Beitrag zur direkten Reduktion der THG-Emissionen durch Kohlenstoffbindung, Substitution von fossilen Energieträgern und Produkten sowie Eindämmung von N2O- und CH4-Emissionen durch die Land- und Forstwirtschaft, bei gleichzeitiger Reduzierung der Treibha

Entwicklung von Überwachungs- und Überprüfungmethoden für Feld-, Tier- und Betriebs-Skala THG-Budgets, einschließlich, oder nicht, indirekter Landnutzungsänderungen und des gesamten Lebenszyklus

Entwicklung nachprüfbarer THG-Mitigations- und Kohlenstoffbindungsmaßnahmen in Anbausystemen

Entwicklung von Technologien und Methoden, um fossile Energie durch verstärkte Nutzung von Biomasse und anderer erneuerbarer Energien in der Landwirtschaft zu ersetzen ohne eine Gefährdung der Ernährungssicherheit

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