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Viren in Lebensmitteln – Ein zweischneidiges Schwert hinsichtlich der mikrobiologischen Sicherheit (LeMiVir)

Projekt

Ernährung und Verbraucherschutz

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Ernährung und Verbraucherschutz


Förderkennzeichen: MRI-MBT-08-2021-72
Laufzeit: 01.09.2021 - 28.02.2026
Forschungszweck: Angewandte Forschung

Viren sind biologische Einheiten, die auf der Erde am häufigsten vorkommen. Viren können einerseits prokaryotische Zellen als Bakteriophagen und andererseits auch eukaryotische Zellen infizieren. Diese Unterteilung ist insbesondere mit Blick auf die mikrobiologische Sicherheit von Lebensmitteln von Bedeutung. Bakterielle Viren, sog. Bakteriophagen, die gezielt gegen pathogene Bakterien eingesetzt werden können, werden in Zukunft auch in Deutschland eine wichtige Rolle als Biokontroll-Agenz bei der Lebensmittelherstellung übernehmen. Es gibt bereits kommerzielle Bakteriophagen-Präparate auf dem Markt, die auf gängige bakterielle Lebensmittelpathogene abzielen. Obwohl ihre Zulassung in Deutschland und in der EU noch aussteht, sind diese Präparate bereits in anderen Ländern zugelassen und im Einsatz. Dies ist eine immens attraktive Methode, die in den kommenden Jahren im Sinne der Politikberatung beim BMEL in den Vordergrund rücken wird. Ein Ziel des Projekts ist es daher, Fachwissen über den Einsatz von Bakteriophagen für die Biokontrolle von Lebensmitteln aufzubauen und robuste Hochdurchsatz-Methoden zur Phagendetektion und Wirtsinteraktion insbesondere hinsichtlich einer Resistenzbildung zu etablieren. Auf der anderen Seite hingegen nehmen Viren, die über Lebensmittel übertragen werden, einen immer größeren Stellenwert im gesundheitlichen Verbraucherschutz ein. Besonders die Zahlen der in Deutschland gemeldeten Noro- und Rotavirus-Infektionen, von denen ein unbekannter Teil über kontaminierte Lebensmittel übertragen wird, sind nach wie vor sehr hoch. Ein weiteres Ziel des Projekts ist es, Forschungen im Bereich der Lebensmittelvirologie zu initiieren, die Aspekte wie die Optimierung von Virusnachweismethoden in Lebensmitteln, die Tenazität von Lebensmittel-assoziierten Viren und den Aufbau eines Netzwerkes innerhalb der Ressortforschung sowie mit universitären Partnern berücksichtigt.

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