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Entwicklung und Praxiserprobung eines neuen Züchtungskonzeptes für einen stabilen ökologischen Salatanbau

Projekt

Produktionsverfahren

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Produktionsverfahren


Förderkennzeichen: 2815OE048, JKI-GF-08-1186
Laufzeit: 01.03.2017 - 29.02.2020
Fördersumme: 269.378 Euro
Forschungszweck: Angewandte Forschung
Stichwörter: Salat

Trotz steigender Nachfrage nach Salaten aus dem 'Bio-Sektor' stagniert der heimische Salatanbau. Grund ist die fehlende Anbausicherheit. Krankheiten wie der Falsche Mehltau und abiotische Schadfaktoren führen häufig zu starken Ertragsverlusten. Auf dem Markt fehlen Sorten, die eine große Anbausicherheit im ökologischen Anbau mit einer guten Produktqualität vereinen.

In den BÖLN-Projekten 2810OE064/069 wurden erstmals neue Züchtungsmethoden erprobt. Dabei zeigte sich, dass die Arbeit mit Kreuzungspopulationen und der Anbau von Liniengemischen geeignete Lösungswege sind, um Ertragsstabilität zu erreichen. Möglich wird dies durch eine höhere Variabilität durch die Durchmischung des Bestandes bzw. die Genetik, wodurch eine variablere Reaktion auf Stressoren gegeben ist als bei reinen homozygoten Sorten.

Auf der Basis dieser neuen Züchtungsstrategien soll in dem Projekt unter Berücksichtigung regionaler Anbaubedingungen ein für die Praxis nachhaltiges Konzept für den ökologischen Salatanbau entwickelt werden. Die Liniengemische sollen optimiert und die Strategie der Kreuzungspopulationen weiterentwickelt werden. Bei den Kopfsalaten sollen die Linienmischungen so ausgerichtet werden, dass die Frühzeitigkeit und der Habitus weitgehend homogen sind. Bei Batavia sollen sehr vielfältige Gemische zusammengestellt werden, die als bunte Kisten an den Endverbraucher gelangen. Bei den Kreuzungspopulationen ist die Wiederholbarkeit des Verfahrens zu überprüfen. Für ein optimales Züchtungsergebnis soll die Individualauslese mit der Ramschzüchtung verglichen werden, um das Maß der genetischen und phänotypischen Varianz zu justieren. Schwerpunkt wird die Prüfung der Anbauwürdigkeit in Praxisbetrieben (Erwerbs- und Großanbau) an verschiedenen Standorten in Deutschland sein. Neben der Akzeptanz durch den Anbauer sind für eine Umsetzung neue Vermarktungsstrategien aufzubauen. Erste Marktanalysen sollen Aufschluss über die Zukunftsperspektiven dieser neuen Anbauform für den Großhandel liefern.

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