Logo des Forschungsinformationssystems Agrar und Ernährung

Forschungsinformationssystem Agrar und Ernährung

Informationsportal des Bundes und der Länder

Verbundprojekt: Entwicklung nicht-chemischer Saatgutbehandlungsverfahren zur Kontrolle samen- und bodenbürtiger Pathogene an Mais - Teilprojekt 1 (SaatMaisPlus)

Projekt


Förderkennzeichen: 2814902315, JKI-BI-08-1246
Laufzeit: 01.05.2017 - 30.09.2020
Fördersumme: 228.257 Euro
Forschungszweck: Angewandte Forschung
Stichworte: Nachhaltiger Pflanzenschutz

Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung nicht-chemischer Saatgutbehandlungsverfahren, die sowohl samenbürtige als auch bodenbürtige Pathogene von Mais erfassen. Dazu sollen Mikroorganismen mit dem physikalischen Verfahren der Elektronenbeizung kombiniert werden. Neben der Effektivität der Kombinationen sollen aber auch die Einzelverfahren charakterisiert werden. Am Ende wird es möglich sein zu entscheiden, in welchen Fällen die Verfahren allein oder kombiniert anzuwenden sind. Für den integrierten Anbau wären damit auch Kombinationen zwischen chemischen Beizmitteln und Mikroorganismen denkbar, während für den Ökoanbau Möglichkeiten zur Kombination mit physikalischen Verfahren ermöglicht werden. Von JKI Darmstadt und ABiTEP GmbH zur Verfügung gestellte Mikroorganismen werden in Gewächshausversuchen auf Wirksamkeit gegen relevante Pathogene getestet. Wirksame Mikroorganismen werden durch JKI und ABiTEP hinsichtlich ihrer taxonomischen Einordnung sowie Schlüsseleigenschaften wie Wurzelbesiedlungsvermögen und Wachstum bei tieferen Temperaturen charakterisiert. Parallel wird durch EVONTA Service GmbH das Verfahren der Elektronenbeizung für Mais angepasst. Wirksame Stämme, wirksame E-Behandlungsvarianten sowie Kombinationen aus Mikroorganismen und E-Behandlungen werden in Feldversuchen unter Verwendung infizierten Saatgutes bzw. mit gesundem Saatgut auf pathogenbelasteten Standorten durch die Deutsche Saatveredelung (DSV) bzw. die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) geprüft. Neuere Untersuchungen weisen darauf hin, dass samenbürtiger Fusarium-Befall in den Stängel übergehen und dort den Mykotoxingehalt erhöhen kann. Daher wollen CAU und JKI im vorliegenden Projekt überprüfen, ob boden- und samenbürtige Fusarium-Infektionen den Pilz- und Toxingehalt in oberirdischen Teilen der Maispflanze beeinflussen, und ob die Saatgutbehandlung mit alternativen Behandlungsmitteln einen Einfluss darauf hat.

mehr anzeigen weniger anzeigen

Fachgebiete

Erweiterte Suche