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Paradigmenwechsel im Resistenzmonitoring – Nutzung qualitativer Aspekte zur Reduktion des Antibiotikaeinsatzes

Projekt

Produktionsverfahren

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Produktionsverfahren


Förderkennzeichen: keine Angabe
Laufzeit: 01.04.2018 - 30.09.2019
Forschungszweck: Angewandte Forschung
Stichwörter: Tiergesundheit, Antibiotika

Die Zunahme bakterieller Resistenzen ist von herausragender Bedeutung für das Gesundheitswesen: Der Therapieerfolg sinkt in einigen Bereichen nachweisbar, mit zum Teil dramatischen Folgen für die betroffenen Patienten. Neben Schwachstellen im humanmedizinischen Einsatz von Antibiotika wird aber auch der Antibiotikaeinsatz in der Landwirtschaft als ein Teil des Problems gesehen. Wesentliche hieraus abgeleitete politische Forderungen sind u.a. eine pauschale Mengenreduktion von Antibiotika in der Landwirtschaft, der Verzicht auf Reserveantibiotika in der Veterinärmedizin sowie eine Neuordnung des Arzneimittelgeschäfts in der Veterinärmedizin.Veterinärmedizin und Landwirtschaft stehen daher gleichermaßen unter Handlungsdruck und reduzieren – z.T. unter negativen tierschutzrelevanten Aspekten – die nötigen Antibiotikagaben mit der Folge sich verschlechternder Tiergesundheit. Unbeachtet bleibt bei diesen Forderungen, dass bisher die eingesetzten Antibiotikamengen in den Regionen nur quantitativ erfasst und dargestellt werden, aber eine qualitative Bewertung der Antibiotikagaben und –Resistenzen ausbleibt. Die qualitative Untersuchung hinsichtlich eines geeigneten Antibiotika-Einsatzes im Sinne von zielgerichteter Behandlung („so viel wie nötig, so wenig wie möglich“) wird nur punktuell durch Forschungsarbeiten erfasst. Eine regionale Erfassung und Bewertung der Antibiotikaresistenzen bei einzelnen Erregern bzw. Krankheitsdiagnosen existiert nicht. In der tierärztlichen Praxis werden auch schon heute Proben zur weiteren Diagnostik (z.B. Bestimmung der Erreger und deren Resistenzlage) in Fremd- und eigenen Laboren untersucht. Diese Ergebnisse liegen aber nur den jeweiligen Praxen vor und können durch mangelnde Weiterverarbeitung bzw. Austausch mit anderen Praxen nicht genutzt werden, um die Antibiotikaauswahl zukünftig zielgerichtet zu ändern bzw. die weitere Entwicklung zu erfassen. Das vorliegende Projekt beschäftigt sich mit dem Aufbau eines regionalen und dynamischen Resistenz-Monitorings in NRW, um über bessere qualitative Informationen den Antibiotikaeinsatz insgesamt zu verringern (Antibiotic Stewardship) und gleichzeitig die Qualität der Tierhaltung zukunftssicher zu gestalten.

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