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Ableitung des ökologischen Potentials zur Bewertung von künstlichen und erheblich veränderten Gewässern (HMWB) (Projekt GÖP NRW)

Projekt

Ländlicher Raum

Dieses Projekt leistet einen Beitrag zum Forschungsziel „Ländlicher Raum“. Welche Förderer sind dazu aktiv? Welche Teilziele gibt es dazu? Schauen Sie nach:
Ländlicher Raum


Förderkennzeichen: REFORDAT-316
Laufzeit: 12.05.2010 - 30.11.2011
Fördersumme: 100.000 Euro
Forschungszweck: Angewandte Forschung

Aufgabe der Auftragnehmer ist es, die grundlegenden Beziehungen zwischen den umweltrelevanten Aktivitäten (drivers), den daraus entstehenden Belastungen (pressures), den darauf beruhenden strukturellen Gewässerzuständen (states) und den hieraus resultierenden Auswirkungen auf die aquatischen Lebensgemeinschaften (impacts) im Schwerpunkt für die biologischen Qualitätskomponenten Makrozoobenthos und Fische auf der Metric-Ebene zu klären und zu dokumentieren, um auf dieser Basis das GÖP abzuleiten. Anschließend soll die Anwendbarkeit des Verfahrens in der Praxis für verschiedene Gewässer- und Belastungstypen beispielhaft erprobt werden. Dabei soll sich dem Ziel von 2 Seiten genähert werden, zum einen von der Bewirtschaftungsseite und zum anderen von der Bewertungsseite, um auf diese Weise eine Messlatte für das Erreichen des guten ökologischen Potenzials zu entwickeln. Statistische Methoden wie z.B. multifaktorielle Analysen sind hierbei u.a. anzuwenden.
Folgende konkrete Leistungen sollen erbracht werden:
-    Zusammenstellung aller verfügbaren Metrics für die biologischen Qualitätskomponenten bzw. deren Teilkomponenten, insbesondere aber für die Komponenten Makrozoobenthos und Fische. Entwicklung von Vorschlägen, mit welchen Angaben ersatzweise gearbeitet werden kann, so lange wie eine geeignete Metrifizierung für bestimmte biologische Qualitätskomponenten noch nicht erfolgt ist.
-    Identifizierung und Auflistung aller signifikanten Nutzungen (drivers) an Fließgewässern in NRW (vor allem für die LAWA-Typen 5, 6, 7, 9, 9.1, 14, 15, 16, 17, 18 und 19) und ihre Zusammenfassung in Nutzungsgruppen zur Bildung von unterschiedlichen Nutzungstypen.
-    Identifizierung und Auflistung aller hieraus entstehenden nutzungsbedingten Belastungen (pressures) und deren Auswirkungen auf die Ausprägung bestimmter Gewässerzustände (states).
-    Identifizierung und Auflistung der Auswirkungen auf die aquatischen Lebensgemeinschaften (impacts) und Benennung der konkret betroffenen biol. Qualitätskomponenten, einschließlich aller relevanten Metrics als Ausgangsbasis für die weitere Betrachtung.
-    Identifizierung und Auflistung von potenziellen Lebensraumfunktionen, die der HMWB in Abhängigkeit vom Gewässer- und Nutzungstyp künftig trotz der Nutzung noch erfüllen kann, einschließlich einer Auswahl der hierfür relevanten Zielmetrics.
-    Identifizierung und Auflistung aller effizienten Maßnahmen, die zum Erreichen dieses Ziels mindestens erforderlich sind, ohne die Nutzungen signifikant zu gefährden, einschließlich der Prognose der hierdurch erreichbaren ökologischen Verbesserungen für die relevanten Zielmetrics.
-    Ableitung nutzungsspezifischer Zielwerte auf der Metric-Ebene (s. Folie 8 in der Anlage) für alle in NRW vertretenen Gewässer- und Nutzungstypen. Hierzu sind verschiedene Möglichkeiten der Grenzwertfindung vorzuschlagen, zu diskutieren und auszuprobieren.
-    Erprobung des Verfahrens für verschiedene Gewässer- und Belastungstypen an unterschiedlichen Beispielen aus der Praxis.
-    Als Datengrundlage für die Projektbearbeitung sind mindestens die vorliegenden Daten aus dem NRW - Gewässermonitoring von 2006 bis heute zu verwenden, die den Projektnehmern vom LANUV NRW zur Verfügung gestellt werden.
Zur Begleitung der Arbeiten wird der ARGE ein Beirat zur Seite gestellt, mit dem das geplante Vorgehen und die aktuellen Arbeitsergebnisse diskutiert und die weiteren Arbeiten abgestimmt werden. Diese Beiratssitzungen sollen durch die ARGE organisiert werden. Es sind 5 Beiratssitzungen einzuplanen. Darüber hinaus sollen durch die ARGE neben dem Ab-schlussbericht 1 Zwischenbericht erstellt und 2 Fachgespräche (Moderierte Expertenrunde mit Vertretern anderer BL und UBA sowie NL im 2. Fachgespräch; Beteiligung durch Statements und Kurzvorträge) vorbereitet und durchgeführt werden.

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Fachgebiete

Ausführende Einrichtung

Universität Duisburg-Essen (UDE)

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