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Etablierung von lateral flow assays als Schnellmethoden zum Nachweis der Schnapper-Arten Lutjanus malabaricus (Red Snapper) und L. bohar (Doppelfleckschnapper)

Projekt

Ernährung und Verbraucherschutz

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Ernährung und Verbraucherschutz


Förderkennzeichen: MRI-MF-08-1050 LFA Schnellmethoden
Laufzeit: 01.02.2019 - 01.01.2020
Forschungszweck: Angewandte Forschung
Stichworte: Red Snapper, Lutjanus malabaricus, Lutjanus bohar, molekularbiologischer Authentizitätstest

Fischereierzeugnisse werden global gehandelt und die Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland können aus einer großen Artenvielfalt auswählen. Exotische Arten wie die in Deutschland unter dem Namen Red Snapper vermarktete Schnapperspezies Lutjanus malabaricus erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Untersuchungen des Max Rubner-Instituts und der amtlichen Lebensmittelüberwachung haben allerdings gezeigt, dass unter der Handelsbezeichnung Red Snapper häufig andere Spezies wie z.B. der Doppelfleckschnapper (L. bohar) verkauft werden. Dabei wurde der Verzehr von als Red Snapper ausgezeichneten Doppelfleckschnapper-Produkten in den letzten Jahren in Deutschland wiederholt mit Ausbrüchen der ernsten Fischvergiftung Ciguatera in Verbindung gebracht. Eine Authentizitätsprüfung von Red Snapper-Produkten ist somit ein erster Schritt, um Ciguatera-Erkrankungen zu verhindern. Die Überprüfung der Spezies wird in der Regel durch eine PCR mit einer nachfolgenden Sequenzierung und einem Abgleich der DNA-Sequenzen mit Sequenzeinträgen in öffentlichen Datenbanken durchgeführt. Dieses Verfahren ist vergleichsweise langwierig, insbesondere weil viele Laboratorien die Sequenzierungsreaktionen von spezialisierten Dienstleistungsunternehmen durchführen lassen und durch das Verschicken der PCR-Produkte wertvolle Zeit verloren geht. Somit vergehen bis zur Befunderstellung oftmals mehrere Tage. Als Alternative sollen in diesem Projekt schnelle Verfahren etabliert werden, mit deren Hilfe die Arten L. malabaricus und L. bohar durch speziesspezifische DNA-Amplifikationsmethoden und eine Detektion der Amplikons mit Hilfe von lateral flow dipsticks nachgewiesen werden. Diese Verfahren sollen in maximal zwei Stunden ohne aufwändige Geräte und ohne Expertenwissen durchzuführen sein.

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