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Diversifizierung von Wirtschaftswäldern im Spannungsfeld von indigenen und nichteinheimischen sowie kulturhistorisch bedeutsamen Baumarten am Beispiel des Hochspessarts (Diversifizierung von Wirtschaftswäldern)

Projekt

Klimawandel

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Klimawandel


Förderkennzeichen: F053
Laufzeit: 01.03.2020 - 31.12.2022
Forschungszweck: Angewandte Forschung
Stichworte: Douglasie, Verjüngung, Baumarteneignung, Diversifizierung, Standort

Nach dem Paradigmenwechsel hin zum naturnahen Waldbau in den 1990er Jahren, steht heute die Forstwirtschaft vor der neuen Herausforderung des Klimawandels und muss mit flexiblen Strategien reagieren. Die Diversifizierung der Baumarten wo immer dies standörtlich möglich und sozioökonomisch sinnvoll ist, wird hierbei als eine zukunftsfähige Strategie angesehen. Dies gilt insbesondere dann, wenn sich diese kostengünstig durch das Ausnutzen von Naturverjüngung erreichen lässt. So lässt sich der Umbau von Nadelholzreinbeständen in Mischwälder durch sich spontan verjüngende Baumarten neben der künstlichen Einbringung von Zielbaumarten wirkungsvoll unterstützen. Der nördliche Hochspessart mit seinen derzeit noch ausgedehnten Nadelholzbeständen stellt eine Region dar, in dem dies exemplarisch untersucht werden kann. Umfangreiche vegetationskundliche Waldvegetationsaufnahmen aus den 1990er Jahren bieten eine wertvolle Grundlage, um Vegetationsveränderungen festzustellen und diese vor dem Hintergrund natürlicher ökologischer Prozesse und der Bewirtschaftungsmaßnahmen einschätzen zu können. Zudem sollen die abiotischen und biotischen Standortfaktoren in ihrem Einfluss auf die natürliche Verjüngung der Zielbaumarten des Spessarts untersucht werden. Neben der im Hochspessart natürlicherweise dominierenden Buche sollen hierbei auch andere natürliche Baumarten und insbesondere die kulturhistorisch bedeutsame Traubeneiche sowie die nichteinheimische Douglasie beleuchtet werden. Die folgenden Forschungslücken werden mit der Studie angesprochen: 1) Veränderungen der Vegetation und Struktur von Nadelholzbeständen in den vergangenen zwei Jahrzehnten unter dem Einfluss von Bewirtschaftungsmaßnahmen und des Klimawandels, 2) Potenzial der waldbaulichen Einbindung kulturhistorisch bedeutsamer Baumarten wie der Eiche in den Umbau von Nadelholzreinbeständen, indiziert durch die natürliche Verjüngung, 3) Invasionspotenzial der Douglasie im Mittelgebirgsraum.

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Fachgebiete

Ausführende Einrichtung

Freie Universität Bozen

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